Den ersten Tag verbrachten wir wieder mit 2 Trinkgeld-Stadtführungen, bei denen wir die Geschichte näher kennen lernten, alte Stadtpaläste bestaunten und erste Eindrücke sammelten. So bekamen wir auch unsere ersten Demostrationen zu sehen, die hier täglich stattfinden. Argentinien steckt gerade in einer dicken Wirtschaftskrise mit 30% Inflation. Die Porteños (so heissen die Einwohner von B.A.) sind wahre Streikjunkies. Wöchentlich finden hier 20-30 Demos für und gegen alles Mögliche statt! Deswegen werden die Sicherheitszäune am Hauptplatz schon gar nicht mehr abgebaut und sind einbetoniert worden.
Buenos Aires ist riesengroß und natürlich gibt es superviel zu sehen. Die Stadtviertel sind teilweise sehr unterschiedlich und jedes hat seinen eigenen Flair. Gewohnt haben wir in San Telmo, einem Viertel mit vielen alten Häusern, Restaurants und gemütlichen Cafés.
Im Hafenviertel La Boca wurde der Tango erfunden. Ein buntes und eher touristisches Viertel. In Recoleta stehen noch einige der riesigen kolonialen Paläste. Bis auf einen sind sie mittlerweile Luxushotels oder Botschaften. Außerdem besuchten wir den Friedhof in Recoleta und das Grab der Nationalheldin Evita, die v.a. für die Rechte der Frauen kämpfte.
Palermo ist bekannt für seine vielen Bars und Cafés und hat eine sehr gemütliche und geschäftige Atmosphäre.
Palermo ist bekannt für seine vielen Bars und Cafés und hat eine sehr gemütliche und geschäftige Atmosphäre.
Natürlich mussten wir auch das gute argentinische Fleisch probieren. Neben riesigen 450gr Steaks gingen wir mit einem netten Pärchen, welches wir in Bolivien kennen gelernt hatten in eine typische Parillada (Grillrestaurant). Hier kann man eine Art Fleisch-Flatrate bestellen was wir natürlich auch taten. So richtig wissen wir immernoch nicht, was wir da so alles gegessen haben. Aber es war sehr lecker und am Ende hatten wir das Gefühl uns einmal durch die komplette Kuh gemampft zu haben ;).
Die Argentinier Essen übgrigends seeeeehr spät. So stand unser Nachtisch erst um 1 Uhr Nachts auf dem Tisch.
Den Sonntag verbrachten wir noch einmal mit Shopping. Jede Woche findet in San Telmo ein riesiger Markt statt. Wir hatten es nicht weit und so wanderten weitere Mitbringsel in unsere Rucksäcke. Am Abend gingen wir noch einmal in eine Milonga. Hier spielte eine super Tangoband, die wir bereits mittags auf dem Markt entdeckt hatten und die uns einen Flyer in die Hände gerückt hatten.
Am Tag unserer Abreise bekamen wir nochmal die Demonstationslust der Porteños zu sehen. Der 24.3 ist ein Feiertag, an dem das Ende der Militärdiktatur gefeiert wird. Alle waren auf den Beinen und durch die gesamte Stadt schlängelte sich eine riesige Masse demonstrierender Menschen, lautstark mit Trommeln und Plakaten bewaffnet.
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